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Das venöse, verbrauchte Blut wird im Lungenkreislauf vom Herz zur Lunge gepumpt, dort gibt es Kohlendioxid ab und nimmt Sauerstoff auf. Dann wird es wieder zum Herz zurückgepumpt und über den großen Kreislauf im ganzen Körper verteilt.
Es gibt viele Risikofaktoren, die bekannt sind und durch die sich Herz- und Kreislauferkrankungen entwickeln können. Bluthochdruck, zu viel Fett im Blut, Rauchen, Diabetes, Übergewicht und z. B. Bewegungsmangel sind beispielsweise solche Auslöser für Erkrankungen unseres Herz- Kreislaufsystems. Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Herz-/ Kreislauferkrankung. In den europäischen Ländern stirbt in etwa jeder zweite Mensch an einer Herz-/ Kreislauferkrankung.
Herz-/ Kreislauferkrankungen sind z. B.:
Mit zunehmenden Alter vergrößert sich das Risiko, dass unser Blutdruck ansteigt. Ab dem 35. Lebensjahr ist etwa jeder Zehnte von Bluthochdruck betroffen. Ab dem 65. Lebensjahr sogar etwa jeder Vierte. Es gibt viele Faktoren, die einen Bluthochdruck begünstigen.
Studien haben ergeben, dass Übergewichtige fast doppelt so häufig an Bluthochdruck leiden wie Normalgewichtige. Zuviel Salz, Alkohol, Bewegungsmangel, Vererbung oder Stress begünstigen, bzw. verursachen Bluthochdruck.
Der hohe Blutdruck hat eine enorme Tücke - er verursacht keine Beschwerden beim Patienten, so dass viele Patienten dieses hohe Risiko für ihr Herz-/ Kreislaufsystem unterschätzen. Im Gegenteil: man fühlt sich manchmal unter einem leicht erhöhten Blutdruck noch wohler. Die Folge ist, dass erhöhter Blutdruck meist nur bei einer Routineuntersuchung beim Arzt durch Zufall festgestellt wird.
Beschwerden treten erst dann auf, wenn der Blutdruck extrem erhöht ist. Die Beschwerden, die der Patient z.B. verspürt, sind Kopfschmerzen, Unwohlsein und Herzklopfen.
Um Folgeschäden zu vermeiden, sollte ein erhöhter Blutdruck möglichst früh behandelt werden. Ein über längere Zeit erhöhter Blutdruck steigert das Risiko für einen Gehirnschlag, Herzerkrankungen, Nierenleiden, Augenschäden und Gefäßschäden. Die Lebenserwartung sinkt. Vor allem dann, wenn noch andere belastende Faktoren, wie zuvor beschrieben, hinzukommen.
In Deutschland leiden etwa 2,5 Millionen Bürger unter Hypotonie. Niedriger Blutdruck ist zwar unangenehm, aber er stellt in vielen Fällen keine Gefahr für den Patienten dar. Störungen kommen durch eine schlechte Verteilung des Blutes im Körper zustande. Beim Blutniederdruck sackt ein Großteil des Blutes in die Venen der Beine ab, wobei kurzfristig zu wenig Blut zum Herzen zurückläuft, was zu den häufigsten Beschwerden, wie z. B. Schwindel, Kollapsneigung (oft morgens nach dem Aufstehen), Herzrasen oder Herzstolpern führen kann. Allgemeine Hinweise auf einen zu niedrigen Blutdruck können Schweißausbrüche, Kältegefühl, Wetterfühligkeit, morgendliche Antriebsschwäche, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Sehstörungen, Konzentrationsschwäche, sowie Neigung zu Schwindel sein. Hypotonie bei Kindern kann zu Appetitlosigkeit beim Frühstück, zu Bauch- oder Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Mündigkeit führen.
Unter KHK versteht man die Blutleere von Muskelgewebe aufgrund unzureichender Blutzufuhr. Dieser Begriff umfasst diverse Erkrankungen des Herzens, die alle auf eine Verengung der Herzkranzgefäße zurückzuführen sind. Die häufigsten Krankheiten dieser Art sind:
Arteriosklerose und meist als deren Folge:Durchblutungsstörungen, Nierenversagen, Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall sind mögliche Folgen der Arteriosklerose. Das Erkrankungsrisiko steigt bei Personen mit zuviel Cholesterin, bei Rauchern, bei Bewegungsmangel, bei Personen mit Bluthochdruck, Gichterkrankten und Diabetikern.
Was sind die Ursachen für eine entstehende Arteriosklerose?
Gesunde Arterien sind elastisch und muskulös. Sie passen sich den unterschiedlichsten Drucksituationen an, sie können sich ausdehnen oder zusammenziehen. Ist der Blutdruck zu hoch oder ist zu viel Cholesterin im Blut, können sich an den geschädigten Arterienwänden Fettstoffe absetzten. Sie lagern sich dort ab und vergrößern sich. Es bilden sich sogenannte Atherome. Aber nicht nur Cholesterin, sondern auch weitere Stoffe sammeln sich an diesen Stellen an. Es kommt zur Verhärtung und zur Verengung der Arterien, was den Blutfluss hemmt, bzw. verhindert.
Dieser Prozess entwickelt sich immer weiter, bis der Körper eines Tages nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Durchblutungsstörungen verursachen eine Vielzahl von Beschwerden. Man unterscheidet verschiedene Schweregrade. Schmerzen, die bei körperlicher Belastung auftreten. Man ist in der Lage nur kurze Strecken zu gehen. Der Patient, der an einer sogenannten Schaufensterkrankheit leidet, ist in der Lage nur wenige Minuten zu gehen, dann werden die Schmerzen so stark, dass er eine Pause einlegen muss. Nach einigen Minuten treten die Schmerzen dann erneut auf. Ein stärkeres Stadium für Durchblutungsstörungen in den Beinen ist gegeben, wenn sich die Schmerzen beim Anheben der Beine verstärken. Das Endstadium einer Durchblutungsstörung verursacht Schäden in der Haut und/oder im Muskelgewebe, welches dann in der Folge abstirbt. In vielen Fällen muss amputiert werden (Raucherbein).
Die Studie untersucht den Effekt der Magnetfeldtherapie auf senile und präsenile Patienten mit KHK. Sie zeigt unter der Behandlung mit Magnetfeldtherapie eine Verbesserung der Selbstregulation der Herztätigkeit und eine Verminderung ischämischer Schmerzen, des weiteren eine Verbesserung im Ansprechen auf die Behandlung von Arhythmie bei Patienten mit Extrasystolen, eine Kompensation des negativen inotropen Effekts von Propanolhydrochlorid und eine Verbesserung der Ausdauerleistung. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies, dass sich durch den gesteigerten Sauerstoffpartialdruck die Viskosität des Blutes verbessert. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass das eigentlich mit Sauerstoff gesättigte Hämoglobin (roter Blutfarbstoff der Erythrozyten) unter Anlegen eines Pulsierenden Magnetfeldes „genötigt“ wird, mehr Sauerstoff an die Kapillaren abzugeben. Hämoglobin nimmt in der Lunge Sauerstoff auf. Das Hämoglobin wird zu ca. 97 % mit Sauerstoff beladen. Im Normalfall werden nur ca. 24 % des sauerstoffbeladenen Hämoglobins an die Kapillaren abgegeben. Durch den H+ Hopping Effekt, werden nun die Wasserstoffionen in ein Pulsierendes Magnetfeld hineingezogen. An der Gefäßwand kommt es zu einer leichten Azidose (Übersäuerung). Dies führt zum Absinken des pH-Wertes von 7,4 auf 7,2. Durch diese pH-Wertverschiebung wird nun das Hämoglobinmolekühl gezwungen, mehr Sauerstoff abzugeben. Es konnte in Studien nachgewiesen werden, dass bei Anlegen eines Pulsierenden Magnetfeldes, bereits nach ca. 30 Minuten eine Erhöhung des Sauerstoffpartialdrucks der Probanden um durchschnittlich fast 40 % festgestellt werden konnte. Es kann also auf dem Weg durch die Kapillaren viel mehr Sauerstoff durch die Kapillarwände befördert werden. Durch das sehr gute Angebot an Sauerstoff wird der Stoffwechsel der Zellen so stark angeregt, dass neue Kapillaren geöffnet werden müssen und ganz neue Kapillarnetze gebildet werden. Der Sauerstoff wird von Erythrozyten unter Einfluss des Pulsierenden Magnetfeldes an das Gewebe abgegeben. Unter Einsatz der Pulsierenden Magnetfeldtherapie wird also eine gesteigerte Sauerstoffsättigung des Blutes und eine erhöhte Bereitschaft zu Abgabe des Sauerstoffs von den Erythrozyten an das Gewebe erreicht.
Durch den Einsatz eines Pulsierenden Magnetfeldes wird auch die Calcium-Kaskade angeregt. Es werden Wasserstoff-Ionen in Bewegung gebracht. Sie sammeln sich an der Zellwand an, es kommt zu einer lokalen Azidose (Übersäuerung). In den Eiweißschichten der Zellmembran sind Calcium-Ionen eingelagert. Durch die Übersäuerung kommt es zu einer Aufspaltung der Proteine (Eiweiße). Die Calcium-Ionen werden nun freigegeben und können so in die interzelluläre Flüssigkeit einwandern und in der Folge in die Zelle selbst gelangen. Dadurch werden Stoffwechselprozesse beschleunigt. Unter anderem wird NO-Gas (Stickstoffmonoxyd) produziert, das in das Blut und das umliegende Gewebe abwandert. Durch Stickstoffmonoxyd werden die Gefäße erweitert. Dies ist ein Garant für eine bessere Durchblutung, weil das Blut durch die erweiterten Gefäße besser zirkulieren kann.
Ein angenehmer Nebeneffekt: das Herz wird dadurch entlastet.
Venenerkrankungen / Krampfadern / Thrombosengefahr
Eine Venenerkrankung hat viele Ursachen. Bei manchen Patienten kann die Ursache eine ererbte Bindegewebsschwäche sein. Bei Bewegungsmangel und damit zu seltener und zu wenig intensiver Betätigung der Muskel-Venen-Pumpe wird das Blut nicht mehr ausreichend zurücktransportiert. Es kommt zu Stauungen, die zu einer solchen Überdehnung der geschwächten Venenwände führen, dass die Venenklappen sich nicht mehr schließen können. Aber unabhängig von einer angeborenen oder ererbten Bindegewebsschwäche kann eine Thrombose direkt Ursache der Venenerkrankungen sein. Thrombosen sind Blutgerinnsel, die sich an der Venenwand bilden und die Vene verschließen können. Meist löst sich das Blutgerinnsel nach einiger Zeit wieder auf. Die Bildung und selbständige Auflösung einer Thrombose wird von Patienten meist gar nicht bemerkt. Die Thrombose hinterlässt aber Veränderungen in der Venenwand und beschädigt Venenklappen. Das sind dann wesentliche Behinderungen für den Rückstrom des Blutes. Die Folgen einer Thrombose zeigen sich oftmals erst sehr viel später. Beide Ursachen, Bindegewebsschwäche oder eine meist unbemerkte Thrombose, führen zu gleichen Krankheitsbildern und sind später schwer voneinander zu unterscheiden. Die ersten Anzeichen der Venenerkrankung sind oft Spannungs- und Schweregefühle in den Beinen, Schmerzen und nächtliche Wadenkrämpfe. Erst später werden die Blutstauungen durch Schwellungen an den Beinen sichtbar. Anhaltende Stauungen begünstigen die Entstehung von Thrombosen. Damit werden weitere Venenwände und -klappen beschädigt, der Blutrückfluss immer mehr gestört. Die Stauungen verhindern die Entsorgung der Schlackenstoffe, die im Gewebe abgebaut werden, das Gewebe verschlackt, es bilden sich Ekzeme und schließlich Beingeschwüre. Die häufigste Form dieser Beingeschwüre sind die Krampfadern.
Krampfadern nennt man Erkrankungen der oberflächlichen Venen, die direkt unter der Haut verlaufen. Die Bezeichnung Krampfadern ist eigentlich irreführend. Der Begriff hat nichts mit Wadenkrämpfen zu tun, sondern stammt aus dem mittelhochdeutschen „Krumpadern“, d. h. krumme, geschlängelte Adern. Krampfadern, medizinisch Varizen genannt, sind manchmal eine harmlose Erkrankung, die nicht unbedingt Beschwerden verursachen muss. Häufig jedoch sind Krampfadern Folgen einer Thrombose in den tiefen Venen. Bei Verschluss einer tiefen Vene wird das Blut über das oberflächliche Venensystem umgeleitet. Auf diese zusätzliche Blutfülle sind die Venenwände jedoch nicht eingerichtet. Die Venenwände werden überdehnt: Auch so entsteht eine Krampfader.
Wie beschrieben sind fast alle Venenerkrankungen auf eine Vererbung, also eine Schwäche des Bindegewebes, Störung der Venenklappen oder/und eine unzureichende Durchblutung zurückzuführen. Außerdem neigen eher Personen, die unter Bewegungsmangel leiden, zu Venenerkrankungen. In Bezug auf die Störung der Venenklappen und des Bindegewebes kann die Magnetfeldtherapie nur unterstützend eingesetzt werden. Bei Durchblutungsstörungen oder Thrombosen, die beide u. a. ursächlich für eine Erkrankung der Venen zu sehen sind, kann die Pulsierende Magnetfeldtherapie entscheidende Dienste leisten. Durch den im letzten Abschnitt über Herz-/Kreislauferkrankungen erwähnten positiven Durchblutungseffekt, der dort ausführlich beschrieben ist, wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und somit dünnflüssiger. Dies bedeutet, dass es nahezu unmöglich ist, dass Stauungen entstehen. Somit wird Venenerkrankungen und Thrombosen durch den Einsatz der Pulsierenden Magnetfeldtherapie unterstützend vorgebeugt.
Tinnitus Aurium
Der Tinnitus ist zwar keine Herzkreislauferkrankung im klassischen Sinne, aber gerade im Alter bekommen sehr viele Patienten Probleme durch Geräusche im Ohr, die auf einen zu hohen Blutdruck oder auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen sind. Allein in Deutschland leiden ca. 1 Million Menschen an ständigen Ohrgeräuschen. Besonders häufig betroffen sind auch Menschen, die lärm- und stressbelastet sind. Die Geräusche im Ohr, welche die Betroffenen wahrnehmen, sind recht unterschiedlich. Sie äußern sich als Klingeln, Pfeifen, Summen und Zischen. Die Geräusche, die der Betroffene hört, sind objektiv gar nicht vorhanden und sie variieren individuell zwischen einem leisen bis zu sehr kräftigem, störenden Rauschen. Sehr oft führen diese Ohrgeräusche zu einer erheblichen psychischen Beeinträchtigung. Nicht selten führt Tinnitus zu hochgradigen Depressionen bis hin zum gesellschaftlichen Rückzug. In rund 90 % der Fälle liegt die Störung in einer Innenohrschädigung. Es gibt verschiede Auslöser: Lärm, Virusinfekte, Gehirnerschüttungen, aber vor allem Arteriosklerose führen zu einer Schädigung der Hörzellen.
Tinnitus aurium hat in letzter Zeit auffallend unter jungen Menschen zugenommen: Vor allem übermäßig laute Disco-Musik und die dauerhafte Verwendung eines Walkmens oder MP3-Players sind die Ursache.
Die Pulsierende Magnetfeldtherapie erweist sich bei der Behandlung von Tinnitus als eine sinnvolle Therapieunterstützung. Mit der Pulsierenden Magnetfeldtherapie lässt sich die Durchblutung im Innenohr verbessern. Besonders beeindruckend ist die Tiefenwirkung dieser Therapie am schwer zugänglichen Innenohr. Die Stoffwechselstörung des Innenohrs kann so verbessert werden, das in vielen Fällen ein Abklingen oder Verschwinden der Geräusche, möglich ist.